Radroute Gürtel nach Gersthof | Beradelungen Wien 2025

Die heutige Beradelung führt uns von der U-Bahn-Station Währinger Straße via Schulgasse - Klostergasse - Währinger Straße zur S-Bahn-Station Gersthof. Die Schulgasse wurde fahrradfreundlich gestaltet, es gibt zwei autofreie Bereiche und die Währinger Straße erhielt einen neuen Radweg. Das schauen wir uns heute an, kommt mit!

Transkript: https://beradelungen.plepe.at/2025-schulgasse
Weitere Routen: https://beradelungen.plepe.at

Verweise:
 Radlobby Einbahnanalyse: https://www.radlobby.at/wien/wiens-einbahnen-die-radlobby-analyse-2020
 MOMO Kinderpalliativzentrum: https://www.kinderpalliativzentrum.at/

Quellen:
 Wikipedia: https://de.wikipedia.org
 OpenStreetMap: https://www.openstreetmap.org
 Wien Geschichte Wiki: https://www.geschichtewiki.wien.gv.at
 Radnetz-Dashboard: https://radnetz-dashboard.radlobby.at
 Hauptradverkehrsnetz, Rathauskorrespondenz: Stadt Wien

Werde Mitglied bei der Radlobby: https://www.radlobby.at

Transkript

Hallo, willkommen zur heutigen Beradelung!


 

Diesmal schauen wir uns eine Route im Bezirk Währing an, vom Gürtel zur Schnellbahnstation Gersthof!


 

Kommt mit!

Zuerst ein Blick auf die Karte.


 

Die heutige Route liegt im Nordwesten Wiens.

Jetzt im Detail:


 

Wir starten am Gürtel bei der Währinger Straße, fahren von dort auf die Schulgasse und fahren sie fast bis zum Ende. Über die Klostergasse kommen wir zum Aumannplatz, wo wir auf die Währinger Straße abbiegen, die uns bis zur Schnellbahnstation Gersthof bringt.

Wir fahren die Strecke in beide Richtungen um alle möglichen Details und Problemstellen zu sehen, dann bilde ich ein Fazit.

Die wichtigsten Verbindungen:


 

Am stadtinneren Ende ist der Gürtelradweg eine wichtige Route.

Außerdem können wir den 9. Bezirk Alsergrund über den neuen Radweg in der Fuchsthallergasse queren.

Wichtige Nord-Süd Routen gibt es weiters bei der Klostergasse sowie der Gersthofer Straße, parallel zur Vorortelinie.

Auf die anderen Verbindungen werde ich während der Fahrt eingehen.

Nice Stunt!

Wir kommen aus Richtung Michelbeuern und biegen nach der Querung der 42er-Gleise nach Links ab.

Nachdem es zuerst sehr eng war, wird es plötzlich breit. Das soll wohl die Sichtbeziehungen rund um die Pfeiler verbessern.

Nach der Querung über die äußere Gürtelfahrbahn geht es zur Schulgasse.

Dort erwartet uns ein recht schmaler Einrichtungsradweg. Positiv fällt mir der deutliche Schutzstreifen zu den parkenden Autos auf, ein guter Hinweis auf die Dooringgefahr.

Bei der Semperstraße müssen wir gut auf den Querverkehr achten. Der von Währinger Straße kommende Kfz-Verkehr wird über diese Straße zum Gürtel geleitet.

Die Straße wird 2023 zu einer sogenannten fahrradfreundlichen Straße aufgewertet. Rechtlich ist sie weiterhin ein ganz normale Nebenstraße, aber es wurden Maßnahmen getroffen, die das Radfahren angenehmer machen: Bevorrangung, Aufdoppelungen und verbesserte Sichtbeziehungen an den Kreuzungen sowie Begrünung.

Die größte Gefahr in solchen Straßen ist der querende Kfz-Verkehr. In der Hasnerstraße, die von der Struktur ähnlich ist, gibt es viele Unfälle an Kreuzungen, da die Nebenstraßen als Schleichwege für den Kfz-Verkehr missbraucht werden.

Inwiefern die Schleichwege um die Schulgasse unterbunden wurden, kann ich nicht wirklich beurteilen. Es wirkt jedenfalls ruhig und daher sicher!

Der längs führende Kfz-Verkehr wurde durch zwei autofreie Bereiche unterbrochen, einerseits hier beim Kutschkermarkt, wo wir durch eine für das Radfahren geöffnete Fußgehyzone fahren, andererseits bei einer Volksschule, zu der wir etwas später kommen.

Von der Gebäudestruktur befinden wir uns einem typischen Gründerzeitviertel mit Blockrandbebauung. D.h. die Gebäude grenzen direkt an die umgebenden Straßen, hinter den Gebäuden gibt es Höfe, die in der Regel an den Grundstücksgrenzen getrennt sind.

Gebäude sind mit drei bis vier Stockwerken eher niedrig, manche wurden in den letzten Jahren aufgestockt bzw. die Dachgeschosse ausgebaut. Ersetzte Gebäude müssen dank Flächenwidmung in gleicher Höhe gebaut werden und fügen sich damit gut ins Stadtbild ein.

Die Martinstraße ist eine der höherrangige Nord-Süd-Achsen im Gebiet. Aus Mangel an möglichen Nord-Süd-Verbindungen ist die Verbindung auch für den Radverkehr wichtig, allerdings ist sie dafür nicht ausgebaut.

Mit dem Umbau 2023 wurde allerdings nur der Bereich bis zur Martinstraße aufgewertet. Ab hier wirkt die Straße weiter kahl und grau, kein Baum unterbricht die Reihen der geparkten Autos.

Die Schulgasse wurde nach den drei damals – um 1870 – an der Gasse bestehenden Schulen benannt. Auch heute befinden sich hier in der Umgebung viele Schulen, so in der parallelen Schopenhauerstraße links das BRG18 mit über 500 Schülys.

Vor uns sehen wir die Volksschule Bunte Schule Währing mit knapp 300 Schülys, die durch einen partizipativen Prozess in den Jahren 2018/2019 einen autofreien Schulvorplatz und damit eine sichere Verbindung zum Schubertpark bekam. Rechtlich handelt es sich um eine Fußgehyzone, die für das Radfahren freigegeben ist. Das bedeutet für uns natürlich Schritttempo, so wie auch in der anschließenden Wohn- und Spielstraße.

Habt ihr auf die Wegweiser geachtet? Immerhin gibt es welche, das ist nicht bei allen Radrouten so. Allerdings leiten sie uns zur Lacknergasse, was mir als ortsfremde Person nichts sagt.

Die Schulgasse endet an der Lacknergasse, tatsächlich müssen wir schon eine Straße vorher zum Aumannplatz abbiegen.

Warum stehen auf den Wegweisern nicht bekannte Ziele, z.B. wichtige Öffi-Stationen. Gersthof würde sich anbieten.

Hinter dem Ebner-Eschenbach-Park, den wir schon links vor uns sehen, befinden sich drei weitere Schulen: eine Mittelschule, eine polytechnische Schule und ein Bundesgymnasium mit in Summe ca. 900 Schülys.

Namensgeberin des Parks ist Marie Ebner-Eschenbach 1830-1916, eine der wichtigsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts.

Unsere Route führt jetzt nach Rechts in die Klostergasse, einer wichtigen Nord-Süd-Verbindung für den Radverkehr.

Für den Radverkehr ist ärgerlich, dass wir jetzt wieder bergab fahren, nachdem es in der Schulgasse doch ordentlich bergauf ging. Auch nachher in der Währinger Straße geht es wieder bergauf.

Wir kommen zum Aumannplatz, der die Währinger Straße und die Gentzgasse unterbricht. Nach links wurde im Jahr 2024 ein neuer Radweg gebaut, auf den wir jetzt fahren.

Diese Kurve – obwohl frisch asphaltiert – sieht noch nach Altbestand aus. Mit dem Umbau wurde dieser Abschnitt der Währinger Straße zur Einbahn. Für den Radverkehr gibt es einen nordseitigen Zweirichtungsradweg.

Dieser Radweg dürfte ca. 2,5m breit sein und ist damit der Wichtigkeit und Zentralität entsprechend, ausreichend breit gebaut.

Ein ärgerliche und den Richtlinien widersprechende Wiener Angewohnheit ist die Errichtung von Querkanten bei der Einmündung von Querstraßen. So auch hier! Die Kanten bevorrangen optisch die Querstraße und machen die Fahrt uneben.

Ärgerlich finde ich diese Querkanten bei der Einmündung dieser niederrangigen Querstraße. Die Kanten bevorrangen optisch die Querstraße und machen die Fahrt uneben. In den Richtlinien sind diese nicht vorgesehen.

An der Paulinengasse steht dieser interessant aussehende Gemeindebau aus den späten 1920er Jahren, genannt Toeplerhof, gebaut nach Plänen von Konstantin Peller. Benannt wurde er nach Rosa Toepler 1862-1916, die das Grundstück der Gemeinde hinterließ.

Links sehen wir die nächste Schule: die Hans-Radl-Schule für ca. 250 Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Hans Radl 1894-1973 hat als Kriegsinvalide die Bedürfnisse von Kindern mit Behinderungen erkannt und deren Ausbildung zum Lebensinhalt gemacht.

Juhu! Keine Querkanten an der Weinhauser Gasse. Warum nicht überall!

Nun kommen wir schon fast zum Ende unserer Hinfahrt. Die Simonygasse mit der Straßenbahnlinie 9. Rechts vor uns befindet sich die Station Gersthof der Vorortelinie, auf der heutzutage die S45 verkehrt.

Was fehlt: Eine sichere Rad-Verbindung zur Station um zur Schnellbahn umsteigen zu können.

Mit dem Radwegbau 2024 wurde der Radweg auch unter der Vorortelinie durchgezogen, wobei es sich hier um Einrichtungsradwege handelt.

Die Gersthofer Straße ist auch eine wichtige Radroute. Allerdings gibt es nur nach links Radinfrastruktur. Zur Wattgasse wurde 2019 ein rechtseitiger Einrichtungsradweg gebaut, zu dem wir indirekt abbiegen können. In die Gegenrichtung darf die Busspur mitgenutzt werden.

Nach rechts klafft noch eine größere Lücke.

In der Thimiggasse könnten wir jetzt noch weiter nach Westen radeln. Wer weiss, vielleicht werde ich auch noch davon erzählen!

Während ich das Rad umdrehe, werfen wir einenen kurzen Blick auf das Hauptradverkehrsnetz der Stadt Wien:


 

Der erste Abschnitt, vom Gürtel bis zur Klostergasse, sowie die Klostergasse zum Aumannplatz befinden sich im Basisnetz, also der höchsten Kategorie.

Der Abschnitt der Währinger Straße bis Gersthof befindet sich im Grundnetz, der zweiten Kategorie.

Die weiterführende Thimiggasse ist nur eine Bezirksroute.


 

Auffällig ist der Mangel an Querverbindungen. Idealerweise sollte ein Radroutennetz eine Maschenweite von etwa 300 Meter aufweisen.

Die Radlobby hat ein eigenes Basis-Netz an überregionalen Radrouten ausgearbeitet, die aus Sicht des Alltagsverkehrs sinnvoll wären. Diese bilden die Grundlage für ihre Forderungen.

Es sieht für diese Gegend deutlich enger aus.

Hier nochmal zum Vergleich das Hauptradverkehrsnetz.

So, jetzt geht’s wieder retour!

Da sehen wir ja gerade einen Zug der S45!

Vor uns sehen wir wieder die Trasse der Vorortelinie. Erbaut wurde sie gemeinsam mit der Stadtbahn Ende des 19. Jahrhunderts und führt durch die damaligen nordwestlichen Vororte.

Da sehen wir ja gerade einen Zug der S45!

Über die durchwachsene Geschichte der Vorortelinie werde ich in einem anderen Video berichten. Schaut in die Videobeschreibung ob es bereits verlinkt ist, oder abonniert meinen Kanal um es nicht zu verpassen!

Wir müssen jetzt auf den Einrichtungsradweg zusteuern, der unter der Vortortelinie durchführt. Wieder ohne Querkanten ausgeführt!

Noch ein Blick in die Simonygasse, die nach Friedrich Simony 1813-1896 benannt wurde, einem Geographen und Alpenforschern. Er war Mitbegründer des Alpenvereins.

Zur Linken sehen wir eine großen Gemeindebau mit über 250 Wohnungen im monumentalen Stil der 1920er Jahre, nach Plänen von Michael Rosenauer.

Auffällig, dass der Schutzstreifen zur Fahrbahn wegradiert wurde. Er existiert natürlich trotzdem und ist 50cm breit. Er muss aber nicht aufgetragen werden, was den Radweg breiter wirken lässt.

Neben den parkenden Kfz wurde der Schutzstreifen markiert, allerdings kommt er mir schmal vor. Die Richtlinien schreiben mindestens 75cm vor, wegen der Dooring Gefahr.

So bergab kann man das Rad gut laufen lassen :-)

Ich mag, dass die Straße durch den Umbau deutlich grüner wurde.

Die Bäume vor uns lassen schon den Aumannplatz erahnen. Er ist nach dem Währinger Pfarrer Ignaz Aumann 1810-1896 benannt.

Nach links können wir über die Türkenschanzstraße direkt zum gleichnamigen Park weiterfahren.

Wir aber fahren nach rechts, da es in der Währinger Straße ab hier keine sichere Radinfrastruktur gibt. Durch die Straßenbahn und die geringe Breite wird es hier wohl nie eine geben.

Blöderweise sind dadurch die Geschäfte der Währinger Straße schwer mit dem Rad erreichbar. Das Radlobby Basis-Netz fordert Radinfrastruktur in der Gentzgasse. Dort gibt es auch viele Geschäfte und sie wäre näher an der Währinger Straße.

Eigentlich würde die Radroute Klostergasse hier geradeaus weiter nach Süden führen. Es ist immerhin eine Umleitung nach links ausgeschildert, allerdings ist mir nicht klar, wie die geht. Vielleicht durch den Park?

Autsch, das ist aber ein sehr unangenehmes Kopfsteinpflaster.

Einbahnen wie die Klostergasse für das Radfahren gegen die Einbahn zu öffnen ist eine der einfachsten Maßnahmen zur Radverkehrsförderung, und sie ist sehr sicher! Währing ist hier wirklich ein Vorreiterbezirk. Waren – nach Länge – im Jahr 2015 nur 34% der Einbahnen geöffnet, waren es 2020 schon 73%. Danach wurden noch mehr geöffnet, Währing ist jetzt wirklich Spitzenbezirk.

Interessanterweise ist hier eine Radroute zum Elterleinplatz nach rechts über die Mitterberggasse angeschrieben. Im Hauptradverkehrsnetz kommt diese Route allerdings nicht vor, sondern die Klostergasse vorher und als nächstes die Teschnergasse vor dem Schubertpark.

Und da ist auch schon die Teschnergasse. Hier findet sich kein Hinweis auf eine Radroute, aber immerhin einer geradeaus zum Währinger Gürtel.

Der Schubertpark links scheint beliebt für Parkour zu sein, hier hüpfen einge Jugendliche herum.

Benannt ist der Park natürlich nach Franz Schubert 1797-1828, dem berühmten Komponisten. Er wurde hier neben Ludwig van Beethoven begraben, bis 1925 war der Park nämlich der Währinger Ortsfriedhof. Die beiden Grabstellen bestehen weiterhin als kostbarste Erinnerungen.

Oh, ich hätte natürlich Vorrang gehabt. Die Radroute Schulgasse wurde an allen Kreuzungen außer den höherrangigen bevorrangt und Hinweise bei den Querungen auf der Fahrbahn aufgetragen. Sehr gut!

Wir kommen wieder zur Martinstraße, die, wie wir vorher schon gesehen haben, eine wichtige Route für den Radverkehr ist.

Und siehe da, hier fährt auch eine Radfahrerin mit Kind. Mit sicherer Infrastruktur würden sicher viel mehr fahren.

Im Schwenk bei der Hinfahrt konnten wir sehen, dass es beidseitige Längsparkplätze gibt. Es wäre also Platz vorhanden, der in einen Radweg umgewandelt werden könnte.

In dem Gebäude links befindet sich das MOMO Kinderpallativzentrum, in dem schwerstkranke Kinder begleitet und deren Familien betreut werden. Es kann jede Unterstützung brauchen. Bitte spendet über den Link in der Videobeschreibung!

Ich finde ja nett, dass die Straße etwas begrünt wurde. Ich finde allerdings, es wäre noch mehr gegangen. Und es gibt kaum Beschattung und Sitzgelegenheiten.

Wenigstens hier am Kutschkermarkt wurden welche aufgestellt, und noch dazu ganz coole! Da würde ich mich gerne kurz ausrasten!

Sitzgelegenheiten sind nicht nur ein nice-to-have. Für viele mobilitätseingeschränkte Personen sind diese sogar notwendig, weil sie sich oft ausruhen müssen.

Den Kutschkermarkt gibt es bereits seit 1885 als täglichen Dauermarkt. Mit dem Umbau 2023 wurde er an der Schulgasse verbunden und um 12 Stände vergrößert.

Kutschkermarkt und Kutschkergasse sind nach dem Erzbischof Johann Rudolf Kutschker 1810-1881 benannt, der die Währinger Lazaristenkirche einweihte.

Vor uns sehen wir schon die Stadtbahn-Brücke der U6.

Bei der Semperstraße leitet uns ein rotes Band zu einem seitlichen Radstreifen. Der ist zwar nicht so angenehm wie ein baulich getrennter Radweg, aber immerhin verläuft daneben keine Parkspur, d.h. keine Dooringgefahr!

Wichtig finde ich diese sogenannte Bike-Box, damit wir uns vor den rechts abbiegenden Kfz aufstellen können. Ansonsten gäbe es hier das Problem, dass wir von rechtsabbiegenden Kfz-Fahrys durch den totel Winkel übersehen werden könnten.

Nach rechts führt ein kurzer Radweg aus dem Jahr 2022 zu einem Stadtbahnbogen, durch den wir auf den Gürtelradweg nach Süden fahren können. Das verkürzt den Weg deutlich!

Wir aber fahren zurück zur Öffi-Station und müssen gleich wieder warten.

Über uns befindet sich die U6 Station Währinger Straße, außerdem fahren von hier die Linien 40, 41 und 42 ins Zentrum.

Gerade aus über die innere Währinger Straße direkt ins Zentrum fehlen leider sichere Radwege.

Abonniert meinen Kanal um zu sehen, wie es hier weitergeht!

Mein abschließendes Fazit:

Die Schulgasse ist eine angenehm zu fahrende Straße. Ganz zu Ende gedacht wurde sie allerdings noch nicht, es gibt noch einige querende Nebenstraßen, an deren Kreuzungen es zu Unfällen kommen kann.

Auch die Klassifizierung als fahrradfreundliche Straße im Gegensatz zu einer echten Fahrradstraße ist ein Zeichen für den fehlenden Mut der Stadt Wien.

Die Begrünung ist ein Anfang, es gibt aber noch viel Potential zur Hebung der Aufenthaltsqualität, z.B. durch Sitzgelegenheiten und Beschattung. Der ruhende Kfz-Verkehr nimmt noch immer sehr viel Platz ein.

Die Fußgehyzonen beim Kutschkermarkt und der bunten Schule sind schön geworden, so sollten größere Teile der Gehsteigflächen gestaltet werden.

Andererseits ist schade, dass hier wieder Konfliktzonen zwischen Rad- und Fußverkehr geschaffen wurden.

Der Radweg in der Währinger Straße ist attraktiv, damit wurde eine wichtige Radroute ins westliche Währing geschaffen.

Schade, dass der Radweg an der Schnellbahnstation Gersthof vorbeiführt, ohne Bike&Rail zu ermöglichen. Hier sollte bald nachgebessert werden, z.B. durch einen Radweg in der Simonygasse.

Die fehlende und unvollständige Wegweisung ist ein Problem, dass mir schon bei vielen Beradelungen aufgefallen ist. Hier sollte sich die Stadt Wien endlich ein verständliches Konzept überlegen.

Was sagt ihr zu dieser Route? Seid ihr auch schon hier gefahren?

Schreibt es mir doch unten in die Kommentare!

Wenn ihr euch bessere Bedingungen für das Radfahren wünscht, dann schreibt doch euren Bezirksvorstehys. Erwartet keine schnellen Änderungen, aber steter Tropfen höhlt den Stein.

Außerdem empfehle ich, Mitglied bei der Radlobby zu werden. Die Radlobby ist ein Verein, der sich auf verschiedenen Ebenen für bessere Bedingungen für das Radfahren einsetzt. Mit eurer Mitgliedschaft habt ihr verschiedene Vorteile wie Rechtsschutz-, Unfall- und Haftpflichtversicherung. Außerdem bekommt ihr jedes Quartal den Drahtesel - das österreichische Fahrradmagazin – zugesendet.

Danke, dass ihr bis zum Schluss des Videos dabeigeblieben seid. Wenn ihr die nächste Beradelung nicht versäumen wollt, dann abonniert doch meinen Kanal!

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